Filament 3D-Druck (FDM/FFF):
ABS


Filamentdruck FFF - ABS - Beispiel Halter
Filamentdruck FFF - ABS - Beispiel Gehause
Filamentdruck FFF - ABS - Beispiel Traeger
Filamentdruck FFF - ABS - Beispiel Bueste

ABS ist einer der beliebtesten Kunststoffe überhaupt – vom Legostein bis zum Automobilteil hat dieses Material ein extrem breites Einsatzspektrum. Folglich ist ABS auch für den 3D-Druck überaus beliebt. Das im Filament-3D-Druck verwendete Material wird häufig für technische Hobbyanwendungen (Modellbau, Multicopter, R/C Modelle, etc.) und sehr frühe technische Prototypen verwendet.



Material Steckblatt

Icon Verfahren

Verfahren

Filament 3D-Druck (FDM/FFF)

Icon Farben

Farben

Weiß
Schwarz

Icon Bauraum

Bauraum

255 x 205 x 235 mm

Icon Kosten

Kosten

$$$
(Niedrig)

Icon Produktionszeit

Produktionszeit

3 – 5 Werktage

Icon Toleranz / Genauigkeit

Toleranz

± 1 mm bzw. ± 1 %


Material-Details


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Design /
Gadgets

ABS Büste

Die Schichthaftung und Detailauflösung ist bei ABS weniger gut als bei PLA. Für kompakte Details mit glatten Flächen (ohne filigrane Details), werden allerdings meist gleichwertige, optisch kaum zu unterscheidende Ergebnisse erzielt.


Technische
Bauteile

ABS Träger

ABS ist hitzestabil und flexibler als PLA (d.h. es bricht nicht so leicht). Daher ist es ein enorm beliebtes Material bei ‚Makern‘ und wird häufig im Modellbau eingesetzt. Das 3D-gedruckte ABS kann sowohl für starre (z.B. Träger, Gehäuse) als auch bewegliche Teile (z.B. Rotoren) eingesetzt werden.

Richtpreis

  • Einzelaufträge
    • Ca. EUR 0,55 / cm³ Materialvolumen (inkl. 19% MwSt.), bzw.
    • Ca. EUR 0,45 / cm³ Materialvolumen (exkl. 19% MwSt.)
    • Es wird eine Grundgebühr von EUR 9,52 (inkl. 19% MwSt.) pro Bauteil erhoben.
  • Kleinserien mininmal ca. EUR 0,25 / cm³ Materialvolumen (inkl. 19% MwSt.)

Preisfaktoren

  • Maschinenlaufzeit: Filament-3D-Druck ist sehr langsam, so können selbst bei moderaten Größen Druckzeiten von einem Tag und mehr entstehen. Da das Verfahren verglichen mit anderen Technologien sehr fehleranfällig ist, steigt bei sehr langen Druckzeiten die Wahrscheinlichkeit, dass Fehler entstehen und der Prozess wiederholt werden muss.
  • Nachbearbeitung: Der FFF/FDM 3D-Druck benötigt Supportstrukturen. Je nach Geometrie kann das Entfernen sehr einfach, teilweise aber auch sehr aufwendig sein.

Look & Feel

  • Verfahrensbedingt sind die Druckschichten deutlich zu sehen.
  • Die Oberfläche ist bei ABS matter als bei PLA.
  • Bei vielen Teilen sind Supportstrukturen notwendig. An den Stellen, an denen diese Strukturen angebracht wurden, unterscheidet sich die Oberfläche, i.d.R. ist diese matter und rauer. An unzugänglichen Stellen können die Supportstrukturen teilweise nur unvollständig entfernt werden.

Wesentliche Eigenschaften

  • ABS ist bei dünnen Strukturen flexibel und kann auch für bewegliche Teile (Schnappverschlüsse, etc.) verwendet werden.
  • Sofern nicht anders gewünscht, werden Hohlräume nicht solide, sondern mit ca. 20 % Stabilisierungsstruktur (‚Infill‘) gedruckt.
  • PLA und ABS sind verfahrensbedingt anisotrop, d.h., die mechanische Belastbarkeit ist sehr stark richtungsabhängig (entlang der Schichten brechen die Bauteile deutlich schneller als senkrecht zu den Druckschichten). Wir können die Druckorientierung gern nach Ihren Wünschen anpassen.

Zugfestigkeit

34 MPa

Bruchdehnung

k.A.

Elastizitätsmodul

k.A.

Biegefestigkeit

37 MPa

Vicat A

k.A.

Shore-Härte

k.A.

Symbolbild-Wandstaerke

Wandstärke
Die minimale Wandstärke beträgt 1 mm. Je länger eine Struktur wird, desto stärker sollte sie gestaltet werden.

Symbolbild Hohlraeume

Hohlräume
Bei Hohlräumen müssen Öffnungen eingefügt werden, durch die überschüssiges Material (Supportstrukturen) befreit werden kann (‚Escape Holes‘). Lassen Sie dazu mindestens eine Öffnung mit ca. 10 mm Durchmesser frei.

Symbolbild Distanz

Abstand
Sollte Ihre Datei zwei voneinander getrennte Objekte beinhalten, so lassen Sie zwischen beiden mindestens 1 mm Abstand. Zwischen den Objekten wird, abhängig vom Design, Supportmaterial gedruckt, welches bei zu geringen Abständen nicht entfernt werden kann.

Symbolbild Detail

Detailauflösung
Details bis minimal 1 – 2 mm können dargestellt werden.

Symbolbild Verkettung

Verzahnte Objekte
Sie können mit dem Filament-3D-Druck ineinander verzahnte bzw. bewegliche Objekte drucken. Es gilt ebenfalls 1 mm Abstand einzuhalten, um eine Fusion der Objekte zu vermeiden.

Symbolbild Bounding Box

Größe
Die maximale Größe eines Objektes darf 255 x 205 x 235 mm nicht überschreiten.

Standard-Finishing

  • Entfernung Supportstruktur

Optionales Finishing

  • Epoxydharzbeschichtung (zur Oberflächenglättung)
  • Schleifen / Polieren (nur in Einzelfällen empfohlen, meist ist Stereolithografie oder Polyjet (Digitales ABS) in solchen Fällen bevorzugt)

Der Prozess des Filament-3D-Drucks ist ähnlich der Funktionsweise einer Heißklebepistole. Tröpfchenweise wird geschmolzener Kunststoff auf eine Werkplattform aufgetragen. Grundvoraussetzung, wie bei jedem 3D-Druck-Modell, ist ein druckfähiges, digitales 3D-Modell. Eine Software zerlegt das Modell in eine Vielzahl von Schichten (slicen), die durch einen Extruder auf eine Werkebene aufgetragen werden. Der Extruder ist eine beheizbare Düse. Das, durch den Extruder, verflüssigte Thermoplast (sog. Filament) wird entsprechend der Schichten des 3D-Modells auf die Werkebene geleitet. Es härtet schnell aus, wenn es abkühlt. Auf diese Schicht wird dann sofort die Nächste aufgetragen. So entsteht nach und nach das reale Abbild des 3D-Modells. Es müssen Stützstrukturen mitgedruckt werden, wenn das Modell überhängende Teile beinhaltet.

Genauere Informationen zum Verfahren finden Sie auf unserer Detailseite FDM/FFF: Das Verfahren.

Visualisierung des FDM/FFF-Prozesses; Quelle: youtube.com / The 3D Printing Professor