Filament 3D-Druck (FDM/FFF):
PA6/PA66 (extrudiertes Nylon)


FDM Druck Nylon PA& PA66 Gürtelschnalle TEMP
FDM Druck Nylon PA& PA66 Zahnrad TEMP
FDM Druck Nylon PA& PA66 Snowboard Bindung TEMP
FDM Druck Nylon PA& PA66 Mitnehmer

PA6/PA66 (extrudierter Nylon) ist eines der beliebtesten industriellen Kunststoffe. Das Material besticht durch seine chemische und mechanische Belastbarkeit und ist eines der resistentesten 3D-gedruckten Kunststoffe überhaupt. Durch die Extrusions-Technologie werden ähnliche mechanische Eigenschaften wie beim Spritzguss erreicht.



Material Steckblatt

Icon Verfahren

Verfahren

Filament 3D-Druck (FDM/FFF)

Icon Farben

Farben

Schwarz

Icon Bauraum

Bauraum

200 x 200 x 200 mm

Icon Kosten

Kosten

$$$
(Niedrig)

Icon Produktionszeit

Produktionszeit

3 – 5 Werktage

Icon Toleranz / Genauigkeit

Toleranz

± 0,5 mm bzw. ± 0,5 %


Material-Details


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Design /
Gadgets

Nylon wird eher weniger für Designobjekte eingesetzt. Die Materialeigenschaften von PA6/PA66 bestechen durch mechanische und chemische Resistenzen und bringen bei Designobjekten keinen Vorteil. Da PLA das günstigere Material ist und sehr gute Ergebnisse erzielt, sollte für reine Anschauungsobjekte eher PLA zum Einsatz kommen.


Technische
Bauteile

Im Vergleich mit ABS ist FDM-Nylon geringfügig weniger hitzestabil und etwas flexibler. Vorteile gegenüber ABS sind u.a. die enorme Stabilität, Langlebigkeit des Materials sowie die Möglichkeit auch geometrisch sehr komplexe Bauteile zu realisieren. Letzteres liegt an der Möglichkeit, dass bei diesem Material mit wasserlöslichen Supportstrukturen gearbeitet werden kann. Dadurch gibt es praktisch kaum noch Einschränkungen bei der zu druckenden Geometrie.

Richtpreis

  • Einzelaufträge
    • Ca. EUR 0,77 / cm³ Materialvolumen (inkl. 19% MwSt.), bzw.
    • Ca. EUR 0,65 / cm³ Materialvolumen (exkl. 19% MwSt.)
    • Es wird eine Grundgebühr von EUR 5,95 (inkl. 19% MwSt.) pro Bauteil erhoben.
  • Kleinserien mininmal ca. EUR 0,35 / cm³ Materialvolumen (inkl. 19% MwSt.)

Preisfaktoren

  • Maschinenlaufzeit: Filament-3D-Druck ist sehr langsam, so können selbst bei moderaten Größen Druckzeiten von einem Tag und mehr entstehen. Da das Verfahren verglichen mit anderen Technologien sehr fehleranfällig ist, steigt bei sehr langen Druckzeiten die Wahrscheinlichkeit, dass Fehler entstehen und der Prozess wiederholt werden muss.
  • Nachbearbeitung: Der FFF/FDM 3D-Druck benötigt Supportstrukturen. Je nach Geometrie kann das Entfernen sehr einfach, teilweise aber auch sehr aufwendig sein.

Look & Feel

  • Verfahrensbedingt sind die Druckschichten deutlich zu sehen.
  • Die Oberfläche ist optisch kaum von ABS zu unterscheiden.
  • Es wird in den meisten Fällen mit wasserlöslichen Supportstrukturen gearbeitet. Dadurch sind Beeinträchtigungen der Oberfläche an entsprechenden Stellen zwar noch vorhanden, allerdings deutlich weniger ausgeprägt als bei ABS.

Wesentliche Eigenschaften

  • Flexibel und (für einen Kunststoff) stark belastbar
  • Resistent ggü. den meisten Lösungsmitteln und anderen organischen Verbindungen
  • Abriebarm
  • Leicht (Dichte ~1,1 g/cm³)
  • FDM Teile sind verfahrensbedingt anisotrop, d.h., die mechanische Belastbarkeit ist richtungsabhängig (entlang der Schichten brechen die Bauteile schneller als senkrecht zu den Druckschichten). Wir können die Druckorientierung gern nach Ihren Wünschen anpassen.

Zugfestigkeit

34 MPa

Bruchdehnung

~210%

Elastizitätsmodul

k.A.

Biegefestigkeit

k.A.

Vicat A

k.A.

Shore-Härte

k.A.

Symbolbild-Wandstaerke

Wandstärke
Die minimale Wandstärke beträgt 1 mm. Je länger eine Struktur wird, desto stärker sollte sie gestaltet werden.

Symbolbild Hohlraeume

Hohlräume
Bei Hohlräumen müssen Öffnungen eingefügt werden, durch die überschüssiges Material (Supportstrukturen) befreit werden kann (‚Escape Holes‘). Lassen Sie dazu mindestens eine Öffnung mit ca. 10 mm Durchmesser frei.

Symbolbild Distanz

Abstand
Sollte Ihre Datei zwei voneinander getrennte Objekte beinhalten, so lassen Sie zwischen beiden mindestens 1 mm Abstand. Zwischen den Objekten wird, abhängig vom Design, Supportmaterial gedruckt, welches bei zu geringen Abständen nicht entfernt werden kann.

Symbolbild Detail

Detailauflösung
Details bis minimal 1 – 2 mm können dargestellt werden.

Symbolbild Verkettung

Verzahnte Objekte
Sie können mit dem Filament-3D-Druck ineinander verzahnte bzw. bewegliche Objekte drucken. Es gilt ebenfalls 1 mm Abstand einzuhalten, um eine Fusion der Objekte zu vermeiden.

Symbolbild Bounding Box

Größe
Die maximale Größe eines Objektes darf 200 x 200 x 200 mm nicht überschreiten.

Standard-Finishing

  • Entfernung Supportstruktur

Optionales Finishing

  • Epoxydharzbeschichtung (zur Oberflächenglättung)
  • Schleifen / Polieren (nur in Einzelfällen empfohlen, meist ist Stereolithografie oder Polyjet (Digitales ABS) in solchen Fällen bevorzugt)

Der Prozess des Filament-3D-Drucks ist ähnlich der Funktionsweise einer Heißklebepistole. Tröpfchenweise wird geschmolzener Kunststoff auf eine Werkplattform aufgetragen. Grundvoraussetzung, wie bei jedem 3D-Druck-Modell, ist ein druckfähiges, digitales 3D-Modell. Eine Software zerlegt das Modell in eine Vielzahl von Schichten (slicen), die durch einen Extruder auf eine Werkebene aufgetragen werden. Der Extruder ist eine beheizbare Düse. Das, durch den Extruder, verflüssigte Thermoplast (sog. Filament) wird entsprechend der Schichten des 3D-Modells auf die Werkebene geleitet. Es härtet schnell aus, wenn es abkühlt. Auf diese Schicht wird dann sofort die Nächste aufgetragen. So entsteht nach und nach das reale Abbild des 3D-Modells. Es müssen Stützstrukturen mitgedruckt werden, wenn das Modell überhängende Teile beinhaltet.

Genauere Informationen zum Verfahren finden Sie auf unserer Detailseite FDM/FFF: Das Verfahren.

Visualisierung des FDM/FFF-Prozesses; Quelle: youtube.com / The 3D Printing Professor