Stereolithografie:
Ausbrennbares Material


Dieses Stereolithografiematerial ist vollständig ausbrennbar und daher perfekt geeignet für die Erstellung von verlorenen Formen bspw. in der Schmuck- oder Dental-Industrie.



Material Steckblatt

Icon Verfahren

Verfahren

Stereolithografie (DLP)

Icon Farben

Farben

Blau

Icon Bauraum

Bauraum

145 x 145 x 160 mm

Icon Kosten

Kosten

$$$
(Mittel)

Icon Produktionszeit

Produktionszeit

2 – 5 Werktage

Icon Toleranz / Genauigkeit

Toleranz

± 0,2 mm bzw. ± 0,2 %


Material-Details


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Urformen

Das Material wird ausschließlich für die Erstellung von verloreneren Formen, insbesondere für Metallguss verwendet.
Traditionell wird eine Urform erstellt, diese abgeformt (bspw. mit Silikon), mithilfe dieser Silikonform ein Wachsmodell erstellt. Das Wachsmodell wird wiederum verwendet, um eine verlorene Form für den Metallguss zu erstellen.
Das ausbrennbare Stereolithografiematerial vereinfacht diesen Prozess radikal, da das ausbrennbare Modell direkt gedruckt werden kann, die Erstellung einer Silikonform ist nicht mehr notwendig. Es ist daher ein beliebtes Material für die Erstellung von Schmuck, Design- und Dentalformen.

Richtpreis

  • Keine Richtpreise, da Preise stark größen- und stückzahlabhängig sind.

Preisfaktoren

  • Komplexität: Eine hohe geometrische Komplexität (z.B. Hinterschneidungen, Aushöhlungen) erhöht den Aufwand der Nachbearbeitung.
  • Maschinenstunden: Längliche, dünne Strukturen müssen aufrecht gedruckt werden (45 – 60°), dadurch erhöhen sich die notwendigen Maschinenstunden oft um ein Vielfaches.
  • Materialeinsatz: Stereolithografie benötigt Supportstrukturen. Je nach Geometrie schwankt der Materialeinsatz für den Support von Null bis zu einem Vielfachen des eigentlichen Materialvolumens.

Look & Feel

  • Das Material ist starr-wachsartig
  • Relativ hohe Detailauflösung

Wesentliche Eigenschaften

  • Geringe mechanische Stabilität

Zugfestigkeit

k.A.

Bruchdehnung

k.A.

Elastizitätsmodul

0,45 MPa

Biegefestigkeit

k.A.

Vicat A

k.A.

Shore-Härte

55D

Symbolbild-Wandstaerke

Wandstärke
Die minimale Wandstärke beträgt 0,7 mm. Je länger eine Struktur wird, desto stärker sollte sie gestaltet werden.

Symbolbild Hohlraeume

Hohlräume
Bei Hohlräumen müssen Öffnungen eingefügt werden, durch die überschüssiges Material befreit werden kann (‚Escape Holes‘). Lassen Sie entweder eine Öffnung mit ca. 10 mm Durchmesser frei oder zwei mit 5 mm Durchmesser. Ggf. sind bei sehr komplexen Designs mehr als zwei Öffnungen notwendig.

Symbolbild Distanz

Abstand
Sollte Ihre Datei zwei voneinander getrennte Objekte beinhalten, so lassen Sie zwischen beiden mindestens 2 mm Abstand. Zwischen den Objekten wird, abhängig vom Design, Supportmaterial gedruckt, welches bei zu geringen Abständen nicht entfernt (herausgekratzt) werden kann.

Symbolbild Detail

Detailauflösung
Details bis 0,5 mm können dargestellt werden.

Symbolbild Verkettung

Verzahnte Objekte
Sie können bei der Stereolithografie ineinander verzahnte bzw. bewegliche Objekte drucken. Es gilt ebenfalls 2 mm Abstand einzuhalten, und sicherzustellen, dass sie die entsprechenden Bereiche an zugänglichen Stellen befinden, um das Supportmaterial zu entfernen (d.h. z.B. nicht inne liegend).

Symbolbild Bounding Box

Größe
Die maximale Größe des Objektes darf 120 x 70 x 140 mm nicht überschreiten.

Standard-Finishing

  • Entfernung Materialreste
  • Entferung Supportstrukturen
  • Manuelles Schleifen zur Entfernung der Supportstruktur-Kontaktflächen

Optionales Finishing

  • Manuelles Polieren
  • Gleitschleifen

Ausbrennbares Material wird in der Stereolithografie verwendet. Bei diesem Verfahren wird das 3D-Modell zunächst von einer Software in einzelne Schichten zerlegt. Das flüssige Ausgangsmaterial wird in dem Bauraum des Stereolithografie 3D-Druckers gefüllt. Die Druckplattform befindet sich am oberen Ende des Bauraums, knapp (eine Schichtdicke) unterhalb der Flüssigkeitsoberfläche. Ein UV-Laser fährt auf dem flüssigen Kunstharz die Kontur der ersten Schicht ab und härtet dabei die abgefahrenen Stellen aus (‚Photopolymerisation‘). Dadurch wird die erste Schicht des Modells auf die Plattform gedruckt. Die Plattform fährt nun in der Flüssigkeit um eine Schichtdicke (typischerweise 50 – 100 µm) nach unten. Nun wiederholt sich der Vorgang und die zweite Schicht wird auf die darunter liegende Erste gedruckt.
An Stellen mit überhängenden Strukturen wird unterhalb dieser Supportmaterial angebracht, damit die entsprechenden Teile nicht in der Flüssigkeit absinken. Nach vollständigem Aufbau des Modells, wird das Modell aus dem nun mit Flüssigkeit gefülltem Bauraum entnommen, das Supportmaterial entfernt und unter Einwirkung von UV-Strahlung ausgehärtet.

Schematische Darstellung des Stereolithografie-Prozesses. Quelle: Youtube.com / 3D-Systems