Grenzen des 3D-Drucks – der Druck von (echten) Organen.

Celprogen - 3D Druck von Organmodellen

Foto-Credit: Celprogen.com

Wir sind als Firma viel im medizinischen Bereich aktiv. Dabei handelt es sich jedoch fast ausschließlich um Prototypen in der Medizintechnik bzw. für das Labor, sowie Modelle anatomischer Strukturen die wir von 3D Mikroskopen, CT/MRT oder NMR Daten aufarbeiten.
Im Vergleich zu dem, was die Firma Celprogen jetzt erreicht hat, ist dies aber bestenfalls als ‚simpel‘ zu bezeichnen: Die Kalifornier haben es tatsächlich geschafft, Organe, bzw. funktionierende Organmodelle zu drucken. Konkret handelt es sich dabei um einen Pankreas (Bauchspeicheldrüse) und ein Herz.

Das Vorgehen ist ähnlich dem des Bostoner Wissenschaftlers Harald Ott. Letzterer nimmt (vereinfacht gesagt) Herzen von Organspendern, entfernt in einem aufwändigen Verfahren alle darin befindlichen Zellen, um so nur das Proteinskelett des Organs übrig zu lassen. In dieses Skelett werden anschließend Stammzellen injiziert, welche sich nach einiger Zeit zu neuen Muskelzellen umwandeln und damit das Organ förmlich zum Leben erwecken. Vorteil des Verfahrens ist, dass die Zellen des Spenders durch die eigenen des Patienten ersetzt werden können und somit bspw. Abstoßungsreaktionen umgangen werden.

Celprogen geht nun einen Schritt weiter, in dem das oben beschriebene Organskelett vollständig 3D-gedruckt wurde. Als Material wurde ein organisches, flexibles PLA verwendet. Nach dem Druck wurde das Konstrukt zunächst mit einer extrazellulären Matrix beschichtet und anschließend ebenfalls mit Stammzellen injiziert.
Der Test-Pankreas hatte zwar lediglich 1/5 der Größe des Originals und kann noch nicht in Patienten eingesetzt werden, jedoch zeigt es, zu was diese Technologie in im Stande ist und wie viel Innovationspotential im 3D-Druck steckt.

Mehr Informationen:
Celprogens Pressemitteilung
Das Ott-Lab der Harvard Universität & ein Bericht aus dem Spiegel 44/2016


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